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Termine für den Stammtisch 2011
Immer montags und mit einer Ausnahme immer am 1. Montag im geraden Monat, also am 07.02.11 – 04.04.11 – 30.05.11 (=Ausnahme!) – 01.08.11 – 03.10.11 – 05.12.11.
Neues vom Stammtisch
„Gehört das Tischgebet zum alten Eisen?“
lautete das Thema des KKV-Stammtisches am Montag, dem 4. April 2011. Wir waren uns in einer mittelgroßen Runde jüngerer KKV- Mitglieder schnell einig, dass das „alte Eisen“ gleichbedeutend mit „wenig wert“ oder „nicht mehr zu gebrauchen“ ist. Die Aussage „Ich gehöre noch nicht zum alten Eisen“ ist gleichbedeutend mit „Ich bin noch nicht unbrauchbar“!
Da das Tischgebet nicht für sich selbst sprechen konnte, machten wir uns auf den Weg nach Antworten. Viele Anwesende kannten Tischgebete und praktizieren diese auch regelmäßig. Diverse Tischgebete lagen aus und wurden später mitgenommen. Brigitte Gossmann hatte eine von ihr herausgegebene Gebetssammlung auf kleinen Karten mitgebracht, die dem spontanen Benutzer schnell weiterhelfen kann. Wer in der Kindheit nicht mit (Tisch)-Gebeten zusammen kommt, tut sich damit später schwer, selbst wenn er als Messdiener im Zeltlager kurz durchaus positive Erfahrungen mit Tischgebeten gesammelt hat. Tischgebete sprechen zu können hat auch etwas mit Betenkönnen an sich zu tun. In der Familie erfordern sie auch, dass alle/viele gleichzeitig essen, was heute durchaus nicht mehr selbstverständlich ist. Einige Anwesende beten allerdings auch regelmäßig vor dem Essen für sich alleine.
„Die Not lehrt beten“ bedeutet umgekehrt, dass Überfluss, insbesondere Nahrungsüberfluss zu Gebetsarmut führt. Gerade die Bitte um „das tägliche Brot“ im Vater Unser macht uns immer wieder deutlich, dass ausreichend Nahrung ein Geschenk Gottes ist, für das der Mensch sehr dankbar sein kann. Die „Berechtigung“ unserer Dankbarkeit wurde vielen in den letzten Tagen klar, als das hochindustrialisierte Japan von Erdbeben, Tsunami und radioaktiver Verseuchung heimgesucht wurde, die die Ohnmacht des Menschen offenbar werden ließen und fortwährend auch lassen.
Im Gebet findet der Gläubige immer wieder Zuversicht und Energie, die auch mitgebrachte (säkulare) Energiesteine ebenso spenden sollen, wie ein mitgeführter Engel des Trostes oder ein Fingerrosenkranz. Aus der größeren Runde wurden kleinere themenbezogene Gesprächskreise. Wir erfuhren vom Rosenkranzbeten bei Sterbefällen im Ompert, das noch heute in großer Runde praktiziert wird. Gebet allgemein: Es erfordert eine kurze Besinnung, eine kleine Auszeit für den Körper, Handlungen, die auch weltlich bei wiederholter Anwendung als Gegenmittel gegen das Burn-out-Syndrom empfohlen werden. Wir waren uns einig, dass Gebete nur wirken, wenn es Glauben gibt.
Fazit: Das Tischgebet macht Sinn aus Dankbarkeit, weil Gaben nicht selbstverständlich sind. Es macht auch Sinn für die nächste Generation und sollte deshalb in der Familie, im Kindergarten, im Alltag weitergegeben werden. Es gehört also zumindest für die Teilnehmer des Stammtisches noch lange nicht zum alten Eisen…So endete ein Abend, bei dem sich alle intensiv einbrachten.
Der nächste KKV-Stammtisch findet am Montag, dem 30. Mai 2011 statt. Wir treffen uns um 19.30 Uhr wieder in der Gaststätte Gambrinus auf der Hauptstraße. Für diesen Abend haben wir als Thema gewählt:
Ist Hartz IV noch mit der christlichen Soziallehre vereinbar?
Das MdB Uwe Schummer hat für diesen Abend zugesagt. Alle 3 befragten Vertreter der kath. Kirche sind an diesem Abend leider verhindert, wünschen uns aber gutes Gelingen.
Kreuzschiff voraus!
Herbert Mevissen
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